16. November 2013
Es gibt unter nicht wenigen Katholiken in beiden Basel ein starkes Bedürfnis nach mehr Gerechtigkeit. Dies äussert sich in den eingereichten kirchlichen Gleichstellungsinitiativen, die die Verankerung der gleichberechtigten Zulassung zum Priesteramt unabhängig von Zivilstand und Geschlecht in den Kirchenverfassungen verlangt. Das aus der kirchlichen Basis entsprungene – und von den Synoden als Kirchenparlamente in beiden Basel abgesegnete – Begehren ist hochbrisant, ja es kommt der Forderung nach einer grundlegenden Reform von bisherigen Kernüberzeugungen der offiziellen katholischen Kirche gleich. (mehr …)
16. November 2013
Bischof Felix Gmür äussert formelle Bedenken und lädt zum Gespräch
Bischof Felix Gmür ist mit dem von den Synoden verabschiedeten Gleichstellungsartikel nicht einverstanden. Die Präsidenten der Kirchenräte haben eine Einladung zu einem Gespräch und Änderungsvorschläge erhalten. (mehr …)
12. November 2013
Eigentlich war schon alles angerichtet. Nach der Verabschiedung der kirchlichen Gleichstellungsinitiativein den katholischen Synoden von Basel-Stadt und Baselland hätte eigentlich nur noch das Kirchenvolk sagen müssen, wos langgeht. Doch mit seiner Intervention beziehungsweise der in Aussicht gestellten Nichtgenehmigung der Verfassungsrevision hat der Bischof den Gang der Dinge gestoppt. Wie es weiter- geht, ob die Initiative dereinst wirklich mit der ursprünglichen Stossrichtung zur Abstimmung gelangt, ist derzeit ungewiss. (mehr …)
11. November 2013
Frauen sollen zum Priestertum zugelassen und der Pflichtzölibat abgeschafft werden. Das fordern die Initianten der 2011 lancierten Gleichstellungsinitiative. Kirchliche Behörden sollen in Zukunft auf diese gleichberechtigte Zulassung hinwirken. Doch letzte Woche zog Felix Gmür, der Bischof von Basel, die Bremse. Wie die BaZ berichtete, verweigerte er die Zustimmung zum Verfassungstext, der von den Synoden der Baselbieter und der Basler Kirchen verabschiedet worden war. Stattdessen schlug er ein gemeinsames Gespräch vor. (mehr …)
10. November 2013
Eine Gruppe von Basler Katholiken hat im Sommer 2011 die kirchliche Gleichstellungsinitiative lanciert. Die Initianten fordern, dass die Priesterweihe künftig «unabhängig von Zivilstand und Geschlecht» durchgeführt werden könne. In den Verfassungen der beiden Basler Landeskirchen soll festgeschrieben werden, dass die Behörden künftig auf die gleichberechtigte Zulassung zum Priesteramt hinwirken.
Wie Bischof Felix Gmür diese Woche bekannt gab, bekundet er Mühe mit dieser Formulierung. Gmür befürchtet, die Kirchenbehörden könnten dadurch in einen Gewissenskonflikt geraten, weil das kirchliche Recht einer solchen Formulierung widerspreche. (mehr …)
10. November 2013
Der Basler Bischof Felix Gmür spricht über aufmüpfige Gläubige, Geschiedene und Papst Franziskus. (mehr …)
7. November 2013
Der Text der kirchlichen Gleichstellungsinitiative stösst bei Felix Gmür auf Widerstand (mehr …)
7. November 2013
Der Bischof von Basel hat Bedenken,will diese aber mit den Präsidenten der Kirchenräte und der Synoden beider Basel besprechen.
Die «Kirchliche Gleichstellungsinitiative» hat einen weiteren Teilerfolg verbuchen können: Bischof Felix Gmür hat das Anliegen in einem Brief zwar nicht gut geheissen, will sich aber immerhin auf eine Diskussion darüber einlassen. (mehr …)
5. November 2013
Im Januar 2012 wurden die beiden unformulierten „Kirchliche Gleichstellungsinitiativen“ zur Änderung der kantonalkirchlichen Verfassung der Römisch-Katholischen Kirche Basel-Stadt (RKK BS) resp. Basel-Landschaft (RKLK BL) eingereicht. Die beiden Kirchenräte haben in Absprache mit den Initiativkomitees einen Formulierungsvorschlag zu Handen der Synoden ausgearbeitet. Die Synoden der jeweiligen Landeskirchen empfahlen anschliessend im Juni 2013 auf Antrag der Kirchenräte die Initiativen zur Annahme und verabschiedeten eine gleichlautende Änderung in den Kirchenverfassungen der beiden Landeskirchen zu Handen der Gesamtheit der Stimmberechtigten.
Gemäss § 30 der Kirchenverfassung der Römisch-katholischen Kirche des Kantons Basel-Stadt bedarf die Verfassungsrevision der Genehmigung des Diözesanbischofs für die seelsorgerlichen Belange. In seiner Antwort vom 25. Oktober 2013 an den Präsidenten des Kirchenrats der RKK BS (mit Kopie an den Präsidenten des Landeskirchenrats BL und an die Vorsteherin des Finanzdepartements des Kantons Basel-Stadt, zuständig für das Kirchenwesen) dankt Bischof Felix Gmür für die grosse Arbeit und die gewissenhafte Ausformulierung der Initiative. Er macht einerseits konkrete Änderungsvorschläge. Andererseits legt er aus kirchenrechtlicher wie auch verfassungsrechtlicher Sicht seine Bedenken betreffend den vorgeschlagenen Änderungen der Verfassung ausführlich dar. Insbesondere die Behördenmitglieder der RKK könnten in einen Gewissenskonflikt kommen, weil sie auf eine Veränderung in der Lehre der Kirche hinwirken müssten, für die sie gar nicht zuständig sind. Trotzdem will der Bischof die Mitwirkungs- und Beteiligungsrechte der Gläubigen zum Tragen kommen lassen. Dazu braucht es aber einen anders formulierten Text. Er schlägt darum als weiteres Vorgehen ein gemeinsames Gespräch zwischen ihm und den Präsidien der beiden Kirchenräte und den Präsidien der beiden Synoden vor. Dieses Gespräch wird nun so bald als möglich stattfinden.
Die beiden Kirchenräte BS und BL werden wie bisher das Verfahren bezüglich „Kirchliche Gleichstellungsinitiative“ weiter gemeinsam koordinieren.
Weitere Auskünfte erteilen:
- Dr. Christian Griss, Präsident des Kirchenrats der Römisch-Katholischen Kirche Basel-Stadt (Tel. 079 746 53 78)
- Dr. Ivo Corvini, Präsident des Landeskirchenrats der Römisch-Katholischen Landeskirche Basel-Landschaft (Tel. 079 775 77 63)
Basel/Liestal, 5. November 2013
13. September 2013
Appell von Theologinnen und Theologen an den Papst:
Auch Frauen sollen den Papst wählen können.
Auf Initiative der Theologin Helen Schüngel-Straumann haben katholische Theologinnen und Theologen aus Europa und den USA einen Aufruf unterzeichnet, in dem Papst Franziskus gebeten wird, Frauen aktiv an zentralen Entscheidungen zu beteiligen. Ein Zeichen dafür könnte die Berufung von Frauen ins Kardinalsamt sein.
Den Text der Petitionen können Sie nachlesen unter www.aufbruch.ch/3477. Dort können Sie die Petition auch unterschreiben.