Der Pflichtzölibat für Priester „ist kein kirchliches Dogma“. Das sagte der designierte vatikanische Staatssekretär, Erzbischof Piero Parolin, im Gespräch mit einer venezolanischen Tageszeitung. Über den Zölibat und auch über „einige Änderungen“ lasse sich „diskutieren“, schließlich sei er „eine kirchliche Tradition“. Parolin wörtlich: „Man kann allerdings nicht einfach nur sagen, dass er mittlerweile der Vergangenheit angehöre.“ Die Debatte zum Zölibat solle „im Dienst der Einheit“ stehen. Neben der Treue zum Willen Gottes und zur Geschichte der Kirche sei auch „Offenheit für die Zeichen der Zeit“ nötig, so Parolin. Zu diesen Zeichen der Zeit gehöre auch der Priestermangel. Der aus Italien stammende 58 Jahre alte Kirchendiplomat tritt am 15. Oktober das Amt des Kardinalstaatssekretärs an. Seit 2009 ist Parolin Botschafter des Papstes in Venezuela.
Die Synoden der römisch-katholischen Landeskirchen der beiden Basel sagten zweimal ja: einerseits zur Initiative, andererseits zum Text der Verfassungsänderung in der von den Kirchenräten vorgeschlagenen Fassung. In Basel-Stadt sorgten widersprüchliche Signale aus Solothurn für Verunsicherung. (mehr …)
Zusammen mit den Verantwortlichen der Pfarrei Heiliggeist (Pastoralraum Grossbasel Ost) haben wir entschieden, dass die Eucharistiefeier am ersten Sonntag im Monat auch weiterhin stattfinden wird. Die Gottesdienste werden jeweils von Frauen und Männern vorbereitet und gestaltet. lm Geiste des 2. Vatikanischen Konzils und der Synode 72 werden Freuden und Sorgen der Menschen von heute zur Sprache kommen. (mehr …)
Liestal. Anderthalb Jahre nach Einreichung der kirchlichen Gleichstellungsinitiative hat die Synodeder Römisch-katholischen Landeskirche Baselland das nichtformulierte Volksbegehren mit grossem Mehr gegen vier Nein-Stimmen bei drei Enthaltungen gutgeheissen. Mit einer geringfügigen Modifikation wurde auch dem vom Kirchenrat vorgeschlagenen Verfassungstext zugestimmt – allerdings nur knapp in Ausmarchung mit einem Gegenvorschlag. (mehr …)
Basel. Geht es nach dem Kirchenrat der Römisch-Katholischen Kirche (RKK) Basel-Stadt, dann wäre dereinst eine gleichberechtigte Zulassung zum Priesteramt möglich. Die Synodeder RKK beschloss hierzu einen entsprechend vom Kirchenrat ausgearbeiteten Antrag. (mehr …)
Die Initiativ-Komitees BS und BL freuen sich, dass die „Kirchliche Gleichstellungsinitiative“ der Römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Basel-Land¬schaft und der Römisch-Katholischen Kirche des Kantons Basel-Stadt eine weitere wichtige Hürde genommen hat.
Gestern Abend verabschiedeten die beiden Kirchenparlamente in getrennten Sitzungen mit deutlichem Mehr einen Text, welcher in die beiden Kirchenverfassungen aufgenommen werden soll: (mehr …)
Die Parlamente der römisch-katholischen Kirche Basel-Stadt (RKK) und von Basel-Landschaft haben sich für die sogenannte Gleichstellungsinitiative ausgesprochen. Die im Januar 2011 eingereichten Begehren verlangen von den weltlichen Kirchenbehörden, sich für das Frauenpriestertum und für die Abschaffung des Pflichtzölibats einzusetzen. (mehr …)
Die Katholiken in beiden Basel drängen erfolgreich auf Frauen-Emanzipation: Gestern Mittwochabend hiessen die Kirchenparlamente der Römisch-katholischen Landeskirchen eine Initiative für die „Kirchliche Gleichstellung“ gut. Danach sollen die Landeskirche darauf hin wirken, „dass Veränderungen insbesondere in Bezug auf die gleichberechtigte Zulassung zum Priesteramt, unabhängig von Zivilstand und Geschlecht, ermöglicht werden“. Nach der Genehmigung durch die Regierungen der beiden Bruderkantone wird die Verfassungsänderung den Kirchenmitgliedern zur Abstimmung vorgelegt werden. Die Initiativ-Komitees hatten die beiden gleichlautenden Initiativen, unterschrieben von rund 3’000 Kirchenmitgliedern, im Januar 2012 offiziell eingereicht.
Die Synoden haben mit klarem Mehr ihre Zustimmung zur Gleichstellungsinitiative gegeben. Damit sollen die Behörden der römisch-katholischen Kirche in beiden Basel verpflichtet werden, auf die Zulassung von Frauen im Priesteramt und auf die Abschaffung des Pflichtzölibats hinzuwirken. (mehr …)