Am 28. September 2014 wird in den Kirchgemeinden über die Umsetzung der kirchlichen Gleichstellungsinitiative abgestimmt. Die entsprechenden Unterlagen werden in den nächsten Tagen verschickt. Bei der Abstimmung geht es um folgende Frage: Wollen Sie die von der Synode am 25. Juni 2014 beschlossene Änderung der Verfassung der Römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Basel-Landschaft vom 10. Februar 1976 betreffend die Initiative zur Förderung der gleichberechtigten Zulassung zum Priesteramt (Kirchliche Gleichstellungsinitiative)» annehmen? (mehr …)
Kampagne zur Gleichstellungs-Initiative gestartet – Abstimmungstermin am 28. September
Die Initiative für den Zugang von Frauen und verheirateten Männern zum Priesteramt in der katholischen Kirche geht in die entscheidende Phase. Das Komitee für die Gleichstellungs- Initiative hat gestern seine Kampagne lanciert – am katholischen Feiertag Maria Himmelfahrt. Das Kirchenvolk entscheidet am 28. September über die geplante Verfassungsänderung.
Verheiratete Männer oder Frauen als Priester – das ist in der katholischen Kirche ein Tabu. Über eine Iniatiative, die genau dies fordert, stimmen die Basler Katholikinnen und Katholiken Ende September ab.
Am 28. September stimmen die katholischen Stimmberechtigten in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Land über die kirchliche Gleichstellungsinitiative ab. Am Freitag, 15. August, wurde in Basel die Abstimmungskampagne lanciert. Die Forderung der Initiative: Die Kantonalkirchen sollen den kirchlichen Organen unterbreiten, dass die gleichberechtigte Zulassung zum Priesteramt, unabhängig von Geschlecht und Zivilstand, ermöglich wird. Lanciert wurde die Initiative vor über drei Jahren. (mehr …)
Statement von Oswald Inglin an der Medienkonferenz am 15. August 2014
Angefangen hat alles im Jahre 2010, als bei einem Mittagessen zwei Mitglieder unseres Initiativkomitees sich über den Zustand der Katholischen Kirche unterhielten und im Laufe dieses Gespräches auch die Idee zur vorliegenden Initiative aufkam.
Ausgelöst hat dieses Gespräch nicht ein konkreter Anlass, sondern die etwas hilflose Feststellung eines Reformstaus in der Kirche und die damit zusammenhängende Betroffenheit und den Unmut bei vielen Gläubigen.
Statement von Helen Schüngel-Straumann an der Medienkonferenz am 15. August 2014
Als feministische Theologin kämpfe ich vor allem gegen die Diskriminierung von Frauen. Die verschiedenen Anliegen zu Geschlechtergerechtigkeit hängen aber zusammen, so etwa die Frage des Zölibats. Die Initiative will aufzeigen, wo der Reformbedarf inzwischen zum Himmel schreit.
Was das Weiheamt für Frauen betrifft, wird von Rom wiederholt argumentiert, die Kirche sei wegen des Beispiels Jesu nicht befugt/legitimiert, Frauen zu weihen. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Jesus hat weder Männer noch Frauen geweiht, er hat aber Jünger und Jüngerinnen berufen. Das wird von keinem Exegeten mehr bestritten. (mehr …)
Statement von Guido Büchi, em. Pfarrer, an der Medienkonferenz am 15. August 2014
Nicht nur im Raume Basel – fast überall in der Weltkirche – fehlen Seelsorgerinnen und Seelsorger. Das Beharren der Kirche auf dem nur ehelosen Männern vorbehaltenen Priestertum schliesst viele Menschen vom Priesteramt aus. Dadurch ist es auch nur den zölibatären Männern möglich, Entscheidungen, welche die Praxis der Seelsorge und der Lehre betreffen, zu fällen. Frauen und Männer haben gemäss Kirchenrecht keine eigenen Kompetenzen. Zwar hat nach dem letzten Konzil das Mitspracherecht der Laien, Frauen und Männer, in den Pfarreien und Bistümern stark zugenommen. Viele Verheiratete und Frauen sind in Pfarreiräten, Seelsorgeräten und Seelsorgeteams tätig. Allerdings immer nur beratend. (mehr …)