Basler Zeitung: Kirchenvolk gegen Zölibat und für Priesterinnen

Die Römisch-Katholische Kirche in Basel-Stadt und die Landeskirche in Baselland haben gestern vom Kirchenvolk den Auftrag bekommen, sich für eine Abschaffung des Zölibats und für die Zulassung von Frauen zum Priesteramt einzusetzen. Das Ergebnis der sogenannten Gleichstellungs-Initiative fiel deutlich aus: In Basel-Stadt stimmten rund 81 Prozent für das Anliegen, in Baselland waren es noch mehr: Dort fand die Initiative laut einem vorläufigen Ergebnis von gestern Abend bei 87,4 Prozent der Katholiken Zustimmung. Die Wahlbeteiligung fiel allerdings verhalten aus. In Basel-Stadt ging nur jeder Fünfte zur Wahl, in Baselland fast jeder Dritte. (mehr …)

KIPA: Kirchliche Gleichstellungsinitiative an Urne angenommen

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Gleichstellung in der Kirche: Abstimmung in Basel, 2014 (Bild: RKK-BL)

Die katholischen Gläubigen in den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt haben am Sonntag, 28. September, die kirchliche Gleichstellungsinitiative deutlich angenommen. Mit 81,8 Prozent Ja-Stimmen in Basel-Stadt und 87,4 Prozent (noch provisorische Zahl) Ja-Stimmen in Basel-Landschaft stellten sie sich hinter die entsprechenden Verfassungsänderungen ihrer Kirche.

Stimmberechtigt waren die Mitglieder der katholischen Kirche in den beiden Kantonen, die älter als 16 Jahre sind. Die Wahlbeteiligung in Basel-Stadt lag bei 22,1 Prozent. Es wurden 4.288 Ja- und 954 Nein-Stimmen abgegeben. In Basel-Landschaft lag die Wahlbeteiligung zur gleichen Vorlage bei 29,8 Prozent, es wurden 14.987 Ja- und 2007 Nein-Stimmen abgegeben. (mehr …)

Basler Zeitung: Am Puls der Katholiken

In den beiden Basel stimmt das Kirchenvolk am Sonntag über Zölibat und Frauenweihe ab.

Die Basler Katholiken stehen in diesen Tagen unter Beobachtung. Auch gewiss vom Vatikan aus. Am Sonntag stimmen die Kirchenmitglieder der beiden Basel darüber ab, ob sie für oder gegen den Zölibat und die Priesterweihe von Frauen sind. In der Kirche ist solch eine Abstimmung eine Besonderheit, sogar kurios. Von der unbefleckten Empfängnis bis zur Priesterweihe: Kirchenfragen werden in der katholischen Welt in Rom beantwortet, womöglich noch von Bischofskonferenzen diskutiert, jedoch nicht demokratisch an der Urne entschieden. Rund 91 000 Gläubige ab 16 Jahren können am Sonntag, 28. September, über die sogenannte Gleichstellungs-Initiative abstimmen und damit bekunden, wie sie zum jahrhundertealten Verbot des verheirateten Priesters stehen und wie zu der Vorstellung, eine Frau könnte die Eucharistiefeier mit der Gemeinde zelebrieren. (mehr …)

Kirche heute: Ein Kampf auf symbolischer Ebene

In der Frage der kirchlichen Gleichstellung prallen zwei Rechtssysteme aufeinander

«Was erlauben sich die?» und «eine Katastrophe, dass das heute überhaupt noch nötig ist»: Solche kontroversen Reaktionen zeigen, in welchem Spannungsfeld die Initiative für kirchliche Gleichstellung liegt.

Wenn die Katholiken und Katholikinnen in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft am 28. September über die Verfassungsartikel bezüglich kirchliche Gleichstellung entscheiden, ist das ein historischer Moment. Nicht wegen des Inhalts der Verfassungsänderungen, sondern weil es in der Geschichte der Kirche der erste Versuch ist, mit dem Mittel einer Verfassungsinitiative Reformwünsche im Staatskirchenrecht festzuhalten und so Einfluss auf eine Frage des kirchlichen Rechts zu nehmen. (mehr …)

bzBasel: «Das Volk ist noch nicht aufmüpfig genug!»

Abstimmung – Die Kirchliche Gleichstellungsinitiative sagt dem Monopol der zölibatären Priester den Kampf an.

Sie ist eine der wichtigsten Frauen in der abendländischen Geschichte. In unzähligen Gemälden, Statuen und Liedern wurde sie schon verewigt und als jungfräuliche Muttergottes wird sie von über einer Milliarde gläubiger Katholiken verehrt: Maria, die Mutter Jesu. Gestern, an Mariä Himmelfahrt, wurde ihre leibliche Aufnahme in den Himmel gefeiert. Diesen katholischen Feiertag hat sich das Komitee der kirchlichen Gleichstellungsinitiative passenderweise für den Auftakt seiner Abstimmungskampagne. (mehr …)