Resolution für Gleichstellung geht nach Rom

Resolution für Gleichstellung geht nach Rom

Aufgrund einer Eingabe des Vereins Kirchliche Gleichstellung beschäftigte sich die Synode der Röm.-Kath. Kirche Basel-Stadt am 4. Juni 2019 auch mit dem Thema Gleichstellung. Die im November 2018 eingereichte Eingabe hatte keinen konkreten Antrag enthalten. Auf Ersuchen der Petitionskommission, diesen nachzureichen, legte der Verein einen Resolutionsentwurf vor. Die Synode hat nun die Resolution in leicht abgeänderter Form verabschiedet. Damit kann sie an die Adressaten im Vatikan – Kongregation für die Glaubenslehre, Kardinalsrat und Dikasterium für die Laien, die Familien und das Leben – verschickt werden.

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Frauen am Altar? Bischöfe werden mutiger

Aus römischer Sicht ist die Weihe von Frauen zu Priesterinnen nach wie vor ausgeschlossen. Trotzdem trauen sich immer mehr Bischöfe und Würdenträger, dieses Thema zurück aufs Tapet zu bringen. Wir dokumentieren wichtige Stimmen zur Debatte.

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Es sind dicke Bretter zu bohren

Es sind dicke Bretter zu bohren

„Die Geduld der Frauen neigt sich in vielen Teilen der Welt dem Ende entgegen“, sagt Benediktinerin Schwester Philippa Rath. Im Interview mit Jutta Laege spricht sie über die Krise der Kirche und die Chancen, die sich daraus vor allem für die Frauen ergeben.

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Aktion „Pro Pope Francis” mündet in theologische Unterstützung für Franziskus

Aktion „Pro Pope Francis” mündet in theologische Unterstützung für Franziskus

Die Unterschriftenaktion „Pro Pope Francis” zieht nun weitere Kreise unter Theologinnen und Theologen, die den Kurs von Papst Franziskus inhaltlich stützen wollen. Das sagte Initiator Paul Zulehner im Gespräch mit uns. Der emeritierte Wiener Pastoraltheologe hat am Mittwoch gemeinsam mit dem Mit-Initiator von „Pro Pope Francis“, Tomas Halik, Papst Franziskus in Rom 75.000 Unterschriften übergeben.

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Beitrag des «Verein Kirchliche Gleichstellung» Basel nach den Ereignissen in der Pfarrei St. Franziskus Riehen

Beitrag des «Verein Kirchliche Gleichstellung» Basel nach den Ereignissen in der Pfarrei St. Franziskus Riehen

Die Ereignisse im Zusammenhang mit der Pfarrwahl in Riehen haben sich in den letzten Tagen überschlagen. Der Pfarrei Riehen, der Römisch-katholischen Kirche Basel-Stadt und weit darüber hinaus ist ein unsäglicher Schaden entstanden. Deswegen müssen auch wir uns zu Wort melden.

Das Pfarrwahl-Prozedere war vielschichtig und streckenweise intransparent und hätte nach Referendum zu einer Urnenwahl am 10. Februar geführt. Nun hat sich der Kandidat zurückgezogen.

Uns scheint, dass die entstandenen oder verstärkten Spannungen in der Pfarrei Riehen unbedingt zuerst aufgearbeitet werden müssen, bevor eine weitere Leitungsperson gesucht wird.

Wir sind uns bewusst, dass jede Pfarrei eine eigene Rechtspersönlichkeit hat und in ihren Entscheidungen frei ist. Aufgrund des seit 2015 neuen Artikels in den Kirchenverfassungen von BS und BL, dass nämlich die «gleichberechtigte Zulassung zum Priesteramt, unabhängig von Zivilstand und Geschlecht, ermöglicht werde». legt unser Verein aber den EntscheidungsträgerInnen folgendes nahe: Weil das Ziel der Gleichstellung noch nicht erreicht ist, soll bei künftigen Neubesetzungen der Leitung von Pfarreien in Basel-Stadt und Basellandschaft besonders auch eine Gemeindeleitung durch Nicht-Priester, das heisst durch eine Seelsorgerin/Theologin, einen Seelsorger/Theologen/Diakon, erwogen werden.

Verein Kirchliche Gleichstellung Basel
Josef Jeker / Monika Hungerbühler

Verabschiedet anlässlich der Generalversammlung des Vereins am 23. Januar 2019

Kontakt: 079 689 75 35 (Jeker)

Videos zur Preisverleihung

Videos zur Preisverleihung

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Kurze Version: nur Schnitzelbank, ohne Preisverleihung, mit schweizerdeutschen Untertiteln (8:35 min.)

 

Schnitzelbank mit hochdeutschen Untertiteln (8:35 min.)

 

Lange Version: Einführung, Schnitzelbank und Verleihung des Preises (14:54 min.)

 

Laudatio von Prof. Dr. Sabine Demel, Stiftungsrätin der Herbert Haag-Stiftung (15:32 min.)

Schnitzelbank: Miir dangge häärzlig

Schnitzelbank: Miir dangge häärzlig

Schnitzelbank an der Verleihung des Herbert Haag-Preises am 19. März 2017
© Copyright by Jürg Jösslin (2017)

Melodie: Baselbieterlied

Vo Schöönebuech bis Ammel,
vom Bölche bis zum Rhy,
doo sammle nätti Mensche
viil Underschrifte-n-yy.
Si hänn e Draum und möchte
für d Kiirche neue Schwung.
Jä, Basel-Stadt und Baselland
wänn d Glyychberächtigung.
Joo, s Baselbiet und Basel-Stadt
wänn d Glyychberächtigung.

Melodie: Joshua fit the battle of Jericho

Refrain 1:
Miir dange häärzlig für dää tolli Bryys
dää schööni Bryys, dää bäumig Bryys.
Drotzdäm fühle miir ys zimmlig mys.
S het sich nämmlig nüt bewegt.

Voor viile, viile Joore,
wyt, wyt ewägg vo doo,
wiird s Jesuskind geboore.
E Frau het s überkoo.

S haig nääbe Frau und Kind im Stall
noo Oggs und Eesel gää.
Daas sottsch nit als Begründig
für e Männerherrschaft nää.

Refrain 2:    
Miir dangge dääne, woo daas aadänggt hänn,
woo gsammled hänn, woo mitgmacht hänn.
Waas miir euch doo no saage wänn:
Miir gänn no lang nit uff!

 

In un’srer Kiirche Prieschtere,
doo muesch no lang druff waarte.
Voorhäär git s die erschti Frau
in dr Schwyzergarde.

Dr Vatikan haig kai Brobleem,
wänn d Fraue Prieschtere syy.
Schliesslig danzt scho im e Joor
die wild Frau uff em Rhyy.*

Refrain 3:    
Miir dangge dääne, woo sich yygsetzt hänn,
woo g’handlet hänn, woo abgschtimmt hänn.
Waas miir euch doo no saage wänn:
D Hoffnig, die stiirbt z’letscht!

Freude herrscht im Vatikan.
Döört singt e-n-Ängelchoor:
Die erschti Frau, woo Prieschtere wiird
git s scho in hundert Joor.

 

Will s ändlig, ändlig voorwäärts goht
Wäär s für uns maximal,
In wyt’re hundert Joor
wählt me-n-e Frau zum Kardinal.

Mit Fraue by de Kardinäl
Gäb s mänggs Brobleem zum lööse
Zum Byschpil: Sait me Kardinesse
ooder Kardinööse?

Refrain 4:
Miir dangge dääne, woo dää Bryys gää hänn,
dää Bryys gää hänn, dää Bryys gää hänn.
Waas sii uns dermit saage wänn:
Mached wyter uff däm Wääg!

Dr Hailig Gaischt beriefft kai Frau.
Derzue fallt ys nur yy:
Wenn daas stimmt, kaa d Graft vom Gaischt
nit wirgglig hailig syy.

E Kardinal in sym Ornat
dää muess e Rogg aa haa.
Drum het är Angscht, wenn d Fraue kömme
hänn die d Hoose-n-aa.

Refrain 1: siehe oben

D Maria Magdalena
kunnt als Aposchtelin in d Gränz.
By Männer, woo s vergässe hänn,
dänggt  me an Demänz.

Am Aafang het dr gueti Gott
d Wält wunderbar erschaffe.
Mit Bild vo sich als Maa und Frau.
Dasch kai Grund zum blööd gaffe!

Refrain 2: siehe oben

Dr Felix isch e nätte Maa
e Bischof gschiid und glaar.
Äär het mit Fraue kai Brobleem
stöhn si nit am Altar.

Gäärn losst äär d Fraue an Altar
zum Bätte ooder Singe.
Miecht d Frau e Wandlig, het äär gsait,
miesst äär um d Fassig ringe.

Refrain 3: siehe oben

Dr Kirche lauffe d’Lütt dervoo
kaasch s in dr Zytig lääse.
Mit stargge Fraue, hoolsch si zrugg.
Nit jeedi isch e Bääse.

Daag yy Daag uss doo schaffe si
die viile Kiirche-Fraue.
Wenn die dr Bättel aanegheye,
wämm wottsch denn no verdraue?

Refrain 4: siehe oben

Z Basel an mym Rhy stoot me zämme-n-yy.
Drey Daag gilt für alt und jung:
Doo herrscht Glychberächtigung.
Z Lieschtel, z Basel,
überall am Rhy spränge miir dr Rahme**,
daas muess syy.


* Jedes Joohr tanzt am Vogel Gryff “dr wild Maa” uff dr Mittlere Brugg. Fraue sinn bi de drei Ehregsellschafte ussgschlosse.
** Sujet vo dr Basler Fasnacht 2017: „Mir spränge dr Rahme“

D’Gliichstelligsinitiative isch am 28.9.2014 mit 81,8% in BS und mit 87,5% in BL aagno worde.
www.kirchlichegleichstellung.ch